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14. Mai 2007

Der Tag der OP....

Ich habe unerwartet gut geschlafen. Der Tag beginnt wie jeder andere auch. Aufstehen, Jonas wecken, Frühstück machen, Jonas in den Kindergarten bringen usw.. Kai ist heute zu Hause und bringt Jonas in den Kindergarten. Die Erzieherinnen dort wissen Bescheid und drücken die Daumen für die OP. Um ca 7 Uhr soll es soweit sein, dass Jan in den OP gebracht wird. Eigentlich hätten wir auch ins Krankehaus fahren können, und Jan in den OP begleiten. Das wollten wir aber nicht. Wir wollten die Warterei nicht im Krankenhaus erleben, wir wollten lieber zu Haus sein und auf den Anruf warten. Der Herzchirurg hatte uns ja gesagt, dass er sofort anruft, wenn er fertig ist. Die Warterei wird endlos. Wir mögen gar nichts tun, aus Angst wir verpassen den Anruf. Dabei wissen wir genau, je früher der Anruf kommt, um so schlechter sind die Nachrichten... Die OP soll ca. 4 Stunden dauern, also hoffe ich auf einen Anruf nicht vor 12 Uhr. Zum Glück klingelt das Telefon an diesem Morgen nicht oft. Aber die Stunden vergehen einfach nicht. Aber trotzdem bin ich eigentlich recht ruhig, Kai ist wesentlich nervöser als ich. Ich weiß nicht, warum ich so ruhig bleiben konnte, wahrscheinlich einfach weil ich wußte, dass Jan nun endlich geholfen wird. Um ca.12:30 kommt endlich der erlösenden Anruf. Kai nimmt ab und ich sehe nur noch seinen erhobenen Daumen. Dann hab ich erstmal nur geweint, so glücklich war ich. Wir sind dann bald ins Krankenhaus gefahren, um Jan auf der Intensivstation zu sehen. Vor dem Moment hatte ich etwas Angst, wußte ich doch nicht was da für ein Anblick auf mich zu kommt. Aber es war weniger schlimm als erwartet. Jan war noch in Narkose, beatmet und überall waren Schläuche, aber die OP war gut verlaufen und das war die Hauptsache. Die Narbe war gut zu sehen, da sie mit einem durchsichtigen Pflaster abgeklebt war. Aber es sah überhaupt nicht schlimm aus, einfach wie ein Kratzer, ein großer zwar aber nicht sehr blutig oder so. Nur die ganzen Schläuche und Apparate waren ein wenig erschreckend.Wir haben Jan gestreichelt und mit ihm gesprochen. Wir waren und sind so unsagbar stolz auf den kleinen Mann. Was er an diesem Tag überstanden hatte, war einfach großartig. Jan war so stark und hat so gekämpft, daran denke ich jeden Tag, wenn ich ihn ansehe.

Jetzt begann die entscheidende Zeit nach der OP, die ersten 24 - 48 Stunden nach so einer OP sind immer noch kritisch, aber wir wußten, dass er es schafft, wer es soweit geschafft hat, gibt doch nicht einfach nach der OP auf.

 Der 14. Mai 2007 war für uns  der bisher schlimmste Tag in unserem Leben. Aber er wird auch immer etwas ganz besonderes für uns sein : Nämlich der Herzchen-Geburtstag von Jan. Wir haben uns vorgenommen, jedes Jahr an diesem Tag etwas besonders zu machen - keine Geschenke oder so, aber eben einen schönen Ausflug mit der ganzen Familie und besonders mit unserem Herzchen Jan !

24.7.07 20:51
 



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