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11. bis 13. Mai 2007

Am Freitag bin ich erstmal allein im Krankehaus bei Jan. Und ich bin geschockt, denn mein kleiner Schatz wird immer schwächer und dünner. Inzwischen ist ihm deutlich anzusehen, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Der OP-Termin wird auf den 14. Mai festgesetzt. Allerdings sind Ärzte und OP in Alarm-Bereitschaft, weil sich niemand sicher ist, ob Jan es so lange schafft. Ich habe große Angst und bitte Kai doch früher zu kommen. Ich will, dass Jan vorher operiert wird. Ich mag ihn  nicht mehr leiden sehen. Er guckt uns mit seinen großen, tief in den Höhlen liegenden Augen an und wir können ihm nicht helfen. Aber die Ärzte versuchen uns zu beruhigen, dass es ihm soweit ganz gut, dass eine geplante OP immer besser ist, dass man die Medis erhöht und zur Not auch noch intubieren kann. Sie wollen wirklich erst am 14. operieren.

Am späten Nachmittag kommt der Herzchirurg zum Aufklärungsgespräch. Eigentlich höre ich ihm gar nicht richtig zu. Ich gucke nur immer auf seine Hände und frage mich, wie ein Mann mit soooo großen Händen eigentlich das kleine Herz von Jan operieren will. Wir werden aufgeklärt, dass die Herz-Lungen-Maschine eingesetzt wird, Jans Körper wir auf höchstens 25 Grad abgekühlt, er bekommt Blutkonserven uswuswwusw. Ich will es nicht wirklich hören, denn ändern können wir es nicht. Jan muß operiert werden, wir haben keine andere Wahl.

In den nächsten zwei Tagen sitzen wir machtlos an Jans Bett und müssen zusehen, wie es ihm immer schlechter geht. Ständig kommen Ärzte und gucken, ob er noch bis Motag durchhält. Die Medis schlagen aber gut an und so sind sie guter Dinge. Aber alle betrachten Jan immer sehrsehr aufmerksam, dass gibt uns ein wenig Ruhe, denn wir wissen, Jan ist dort gut aufgehoben und alle sind besorgtum ihn. Am Sonntag nehmen wir Jonas mit ins Krankenhaus. Da keiner so genau weiß, wie die OP ausgeht, möchten wir gern, dass er Jan nochmal sieht. Er weiß nicht, was Jan bevor steht, macht sich aber Vorwürfe denn schließlich hatte er Jan geschüttelt. Wir versuchen, ihm so gut wie möglich zu erklären, dass es gut war, so wie es war. Und das er eigentlich der Lebensretter von Jan ist. Denn wer weiß......

Als es Zeit wird zu gehen, fällt es uns unheimlich schwer Tschüß zu sagen, denn wir wssen nicht, ob wir Jan so nochmal wieder sehen. Wie wird die OP laufen, wie wird er danach aussehen, wie wird es danach sein. Es ist schwer zu gehen, aber wir müssen!

6.7.07 09:14
 



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